Johann Josef Anton Iten von Oberägeri

Medizin-Student Universität Strassburg

Im Buch die Iten - Talleute zu Ägeri von Pfarrer Albert Iten findet man auf Seite 225 folgende Bemerkung:

 

Johann Josef Anton Iten (1726-1754) des Kirchmeier Johann Georg Iten auf der Gerbi, Oberägeri und der Marie Anna Hasler, studierte Medizin in Strassburg, am 28. Februar 1749 immatrikuliert, stirbt dort am 18. Oktober 1754.

 

In den Matrikeln der medicinischen und juristischen Fakultät der Universität Strassburg findet man folgenden Eintrag:

Joannes Josephus Antonius Iten, Tugiensis Helv., immatrikuliert am 28.02.1749

bei S. R. Joh. Friderici Schereri, Ling. Hebr. et Graec (Hebräisch und Griechisch)

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/8180219

 

 

Seinen Sterbeeintrag findet man im Buch der Beerdigungen von Strasbourg der Jahre 1738 - 1756, 

das man im Online-Archiv des Archives départementales du Bas-Rhin einsehen kann. Der Original-Eintrag wurde in lateinischer Sprache geschrieben, hier ist meine Übersetzung:

 

Im Jahre des Herrn 1754 am 18. Tag des Oktobers ist gestorben der Herr Franz Joseph Itten, Kandidat der Medizin, 27 Jahre alt, Sohn von Johann Itten, Bürger und ... in Egery (Ägeri) in der Schweiz, Kanton Zug, und der N. N. Haslerin, Eheleute. Er wurde am  20. Tag desselben Monats und Jahres

durch mich, unterschriebener Vikar in der Sankt Laurentius Kathedrale, auf dem Friedhof Sankt Urban beigesetzt, im Beisein der folgenden Zeugen: Herr Georg Wittmer/Widmer, Doktor der Medizin, und Johann Joseph Hengeler, Schneider, die zusammen mit mir diesen Eintrag unterschrieben haben.

 

Unterschriften: G. Widmer und J. J. Hengeler sowie Bernard, Vicario ad S. Laurentium

 

Quelle/Source: Strasbourg, Sepultures, 1738 - 1756, Archives départementales du Bas-Rhin

http://etat-civil.bas-rhin.fr/adeloch/adeloch_accessible/index.php

 

 

Georg Wittmer/Widmer ist vermutlich identisch mit folgender Person, die man in einem Buch über den Kanton Luzern, verfasst von Kasimir Pfyffer, findet:

 

Georg Widmer (geboren 1722, gestorben 1757), ein Bauernsohn, von dürftigen Eltern herstammend, bildete sich zu einem der talentvollsten Zöglinge und Anhänger des grossen Philosophen Wolff. Er war im Begriffe seine in der Medizin und Chemie gemachten Entdeckungen und Erfahrungen nach dem Wolff'schen System herauszugeben, und hatte seine Arbeiten bereits dem gelehrten Publikum angekündigt, als ihn der Tod überraschte. Er hielt sich mehrere Jahre in Strassburg auf.

 

Kasimir Pfyffer, Der Kanton Luzern, historisch-geographisch-statistisch geschildert... Band 1, Seite 275

Kasimir Pfyffer, Gemälde der Schweiz, Dritter Band, 1.Teil, Der Kanton Luzern, 1858

 

 

In den Matrikeln der medicinischen und juristischen Fakultät der Universität Strassburg findet man folgenden Eintrag:

Joannes Georgius Widmer, Helveto-Lucernas, immatrikuliert am 15.09.1750

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/8180219

 

Seinen Sterbeeintrag konnte ich im Buch der Beerdigungen von Strasbourg in den Jahren 1756 und 1757 nicht finden. Dieses kann man ebenfalls im oben genannten Online-Archiv einsehen.

 

 

Dr. Albert Letter von Oberägeri

Theologie und Medizin-Studium in Würzburg, München, Zürich


14. Juli 1841                   Joseph Albert, Dr. med.                   von Oberägeri, Mitteldorf

24. Februar 1848           Anna Maria Wickart                          von Zug, Grosshaus

13. Oktober 1872           verehelicht wo?

Eltern:

12. Mai 1798                  Johann Joseph Niclaus                    des Rats, + 7. November 1842

29. Dezemb. 1811         Catharina Felicitas Weidmann       aus Einsiedeln, + 25. Mai 1869

05. Oktober 1829           verehelicht im Mitteldorf, Oberägeri


Quelle: Aufzeichnungen des Lokalhistorikers Albert Letter von Oberägeri, Schweiz

 


Name: Letter Albert, Geburtsort: Oberegeri, Schweiz, Studienfach: Theologie

 

Personalbestand der Königlich-Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Wintersemester 1863/64 und 1864/65, Sommersemester 1864 und 1865


http://franconica.uni-wuerzburg.de/ub/30nz97961m433/index.html

http://genwiki.genealogy.net/Julius-Maximilians-Universität_Würzburg/Matrikel/Veröffentlichungen


 

Name: Letter Albert, Geburtsort: Oberägeri, Schweiz, Studienfach: Theologie und Medizin

Wohnung: 1865/66 Türkenstrasse 52/2, 1866/67 Althammereck 20/1, 1867/68 Löwengrube 14/4

 

Amtliches Verzeichnis der Lehrer, Beamten und Studierenden an der Königlich-Bayerischen

Ludwigs-Maximilians-Universität München. Theologie: Wintersemester 1865/66,

Medizin: Wintersemester 1866/67 und 1867/68, Sommersemester 1866 und 1867

 

http://bavarica.digitale-sammlungen.de/

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/bavarica-volltexte

http://genwiki.genealogy.net/Ludwig-Maximilians-Universität_München


 

Matrikel Nr. 3495, Universität Zürich

Medizinische Fakultät, Wintersemester 1868

Letter Albert, Bürgerort Oberägeri, Kanton Zug, Schweiz

Vorbildung Studium in Würzburg, Bayern, Deutschland

gestrichen Ende Sommersemester 1869

wieder aufgenommen 10.01.1870

gestrichen Ende Sommersemester 1870

Mutter: Witwe Letter in Oberägeri

Dr. med in Oberägeri (Gerbe am See)

Konservativer Politiker, Kantonsrat 1874-1906,

verheiratet mit Marta Wickart, + 29.11.1912

 

http://www.matrikel.uzh.ch/active/static/13088.htm

 

 

02.12.1912

 

"In Oberägeri wird unter zahlreicher Beteiligung Herr Dr. Albert Letter zu Grabe getragen. Geboren am 14. Juli 1841 als jüngstes Kind des Joh. Jos. Letter und der Kath. Werdmann. Der geweckte Knabe besuchte nach absolviertem Gymnasium die Universität Würzburg zum Studium der Medizin. Er etablierte sich anfangs der 70er Jahre in Oberägeri als Arzt. Der Verstorbene war Mitglied des Einwohnerrates von 1880–1910, auch dem Bürgerrate gehörte er an und war von 1880–1901 dessen Präsident. Von 1877–1906 vertrat er die Gemeinde im Kantonsrate. Als Mitglied der Staatswirtschaftskommission und des Erziehungsrates leistete er dem Kanton grosse Dienste durch seine reiche Erfahrung und gediegenes Wissen. Mit ihm ist ein Veteran der konservativen Partei, ein edel denkender Bürger und ein stets hilfsbereiter Arzt dahingegangen."

 

Quelle: Zuger Neujahrsblatt 1920