Wohnorte und Bauernhöfe der Vorfahren

Das Bauernhaus Obererliberg oberhalb von Oberägeri.

Hier ist mein Vater aufgewachsen. Dieses Haus diente

bis zum Tod meiner lieben Grossmutter als Treffpunkt

der ganzen Familie. Wenn wir an einem Wochenende

hinkamen, trafen wir stets auf einen Onkel oder eine

Tante mit Familie. Ich selber war früher ab und zu hier

in den Ferien. Rund ums Haus und beim Stall gab es

immer viel zu entdecken. Am liebsten spielte ich aber

auf dem geräumigen Dachboden. Hier wurden Möbel,

Matratzen und viele andere interessante Dinge gelagert.

Im Winter rodelten wir den Hang links und rechts vom

Haus hinunter. Dieses ca. 100 jährige Bauernhaus 

wurde leider im Frühling 2005 abgerissen. Ich war Ende

2004 dort, um noch einige interessante Sachen für

meine Ahnenforschung zu retten.

 

Quelle: Eigene Erinnerungen von Corinne Iten

 

 

Zur Vorgeschichte des Obererlibergs oberhalb Oberägeri.

 

Unterägeri. Letzten Dienstag mittags brannte im oberen Ehrleberg das Wohnhaus des Herrn Kajetan Iten bis auf den Grund nieder. Von den Habseligkeiten konnte fast nichts gerettet werden; Hausrat, Kleider und Speisevorräte wurden ein Raub der Flammen. Leider ist das Mobiliar nicht versichert und so kommt der wackere Mann mit seiner Familie an den Bettelstab, wenn ihm nicht opfersinnige Herzen sein Unglück mildern helfen. Diese Zeilen mögen ein Mahnruf an unsere Behörden sein, doch baldmöglich mit der obligatorischen Mobiliarversicherung, welche verfassungsmässig garantiert ist, Ernst zu machen.

 

Zuger Volksblatt, Samstag, 23. Juni 1894, Seite 2

 

Oberägeri. Dienstag den 19. Juni, Mittags, brannte auf Oberehrliberg das Haus des Herrn Cajetan Iten vollständig nieder. Die Bewohner, vom Brande so überrascht und bestürzt, konnten nur wenige Habseligkeiten retten. Selbst die vorhandene Barschaft soll ein Raub der Flammen geworden sein. Das Haus ist um Fr. 4800 in der kantonalen Anstalt versichert, die Inventur jedoch gar nicht. Die Brandursache ist noch unermittelt. Der Besitzer ist ein sehr fleissiger, strebsamer, junger Mann, er ist daher wegen des ihn betroffenen Unglücks umso mehr zu bedauern. Die bereits begonnene Mildtätigkeits-Kollekte möge recht reichlich ausfallen, damit der obdachlosen Familie bald wieder ein neues Heim geschaffen werden kann. Der wackeren Feuerwehr von Unterägeri für ihr geregeltes energisches Eingreifen in die Löscharbeiten unsere volle Anerkennung! Diesen neuen schönen Beweis ihrer Opferwilligkeit werden wir, wenn irgend Noth und Gefahr es erheischt, dankbarst zu erwidern wissen.

 

Zuger Nachrichten, Samstag, 23 Juni 1894, Seite 2

 

Unterägeri. Für die Brandbeschädigten im oberen Erliberg, Oberägeri, sind beim Unterzeichneten 500 Franken an bar eingegangen, die anmit bestens verdankt werden. Der opferwillige Sinn hiesiger Bevölkerung hat sich auch bei diesem Anlasse in schönster Weise gezeigt. Die Subskriptionsliste wurde beim titl. Präsidium der hiesigen Einwohnergemeinde deponiert; ebenso ist den Brandgeschädigten ein Verzeichnis der Gabenspenden übermittelt worden. Hürlimann, Arzt.

 

Zuger Volksblatt, Dienstag, 3. Juli 1894, Seite 3

 

Der Untererliberg und der Hof Grund (Bild) in Oberägeri. Auf den Hof Untererliberg kam meine Ururgrossmutter mit ihren 7 Kindern nach dem Tod ihres Mannes. Zeitweise wohnte sie aber auch in der Unteren Münz in der Stadt Zug, wo sie auch arbeitete. Ihre Söhne wurden schon früh zu anderen Bauern zur Arbeit gegeben. Später verbrachten sie einige Jahre als Melker in der Normandie. Zwei Söhne wanderten nach Amerika aus, die anderen beiden kamen auf den Hof Untererliberg zurück. Der eine kaufte später einen Hof in Menzingen oder Neuheim. Mein Urgrossvater Franz Josef Iten blieb auf dem Hof Untererliberg. 1935 jedoch übernahm er den Hof Grund, wo seine Frau Stefania Letter aufgewachsen war. Im Jahr 1927 ereignete sich auf dem Hof Grund ein Brand, wobei das Wohnhaus vollständig zerstört wurde. Danach wurde das Haus auf dem obigen Foto gebaut.

 

Quelle: Erzählungen meines Grossvaters Franz Iten

 

Zoug - Un bâtiment détruit per le feu - Pendant que ses habitants étaient aux champs, la maison de M. Bonaventure Letter à Oberaegeri, a été complètement détruite par un incendie. L'assurance du bâtiment est de 8000 fr. On n'a presque rien pu sauver du mobilier.

 

Journal de Genève du Dimanche 12 Juni 1927

L'Express, Lundi (Montag), 13 Juni 1927

 

Die Bauernhöfe Acher und Widen in Unterägeri. Die Sippe der Fazi-Oslis war schon seit etwa 1800 auf dem Bauernhof Acher West. Es begann mit Johann Bonifaz und ging über Martin Oswald und Franz Paul zu Alois Iten. Dieser heiratete die Witwe Pauline Ötiker und 1945 gelangte der Hof in den Besitz ihres Sohnes Josef Ötiker-Waser. Mein 2xUrgrossvater Oswald Iten, Bruder des obigen Alois Iten, erwarb 1898 die Unterwiden (9 Kühe) und 1919 auch die Oberwiden mit gleichem Ertrage. Später übernahmen seine Söhne die beiden Bauernhöfe. Aois Iten-Doswald die Unterwiden, Theodor Iten-Heinrich die Oberwiden.

 

Quelle: Albert Iten, Die Iten - Talleute zu Ägeri, Der Acher - West und Ost, Seite 88

 

Witwe Pauline Iten, geboren 1870, Acher sowie Kreszentia Iten, geboren 1868, Wyden traten 1935 in die Milchgenossenschaft Unterägeri Dorf und Umgebung ein. 1940 wurde der Austritt der Familie Iten, Wyden sowie der Eintritt von Alois Iten, geboren 1897, Wydenhof vermerkt. 1947 trat Josef Oetiker, Acher in die Genossenschaft ein. 1972 traten die Erben von Alois Iten, Wydenhof, aus der Genossenschaft aus. Die weiteren Nachfolger/innen auf dem Acher sowie dem Wydenhof kann man ebenfalls der folgenden Quelle entnehmen.

 

Quelle: Urs Henggeler, 80 Jahre Milchgenossenschaft Unterägeri

Das Bauernhaus Blacki in Unterägeri. In diesem Haus lebten meine Urgrosseltern Franz Dominik Iten, genannt Sager Fränzeli und Anna Marie Iten. Leider konnte ich noch nicht herausfinden, wann sie das Haus übernommen haben bzw. dort eingezogen sind. In der Geschichte des Blacki im Buch "Die Iten - Talleute zu Ägeri" werden meine Urgrosseltern jedenfalls nicht erwähnt. Doch Tatsache ist, dass mein Grossvater Alfred Iten, genannt Furrer Fridel, 1909 dort geboren worden ist. Sein Vater war Besitzer eines Sägewerks und Viehhändler. Die Familie verlor das Haus nach dem frühen Tod des Vaters 1911. Meine Urgrossmutter Stefania Iten-Letter lebte in den 1950er Jahren auch mal dort.

 

Quelle: Erzählungen meiner Mutter

Der Bauernhof Oberfurren in Unterägeri. Der Hof Oberfurren gehörte Verwandten von meinem Grossvater Alfred Iten, genauer gesagt stammte seine Mutter Anna Marie Iten von diesem Hof ab. Mein Grossvater war dort als junger Mann als landwirtschaftlicher Helfer beschäftigt. Er wohnte auch nach der Hochzeit 1946 noch dort, die ersten drei Kinder Alfred, Paulina und Gertrud wurden dort geboren.

 

Der Bauernhof Rogeneu in Unterägeri. Hier lebten meine Grosseltern Alfred und Heidi Iten-Schwager anfangs der 50er Jahre. Der Sohn Jörg wurde hier geboren. Das Haus gehörte Gottfried Keiser-Iten, seine Frau Marie war eine Schwester meines Urgrossvaters väterlicherseits, Albert Iten-Iten, also eine Tochter von Albert Iten-Merz. Meine Urgrossmutter Stefania Iten-Letter wohnte auch mal dort (oder in der Nähe). Sie besorgte den Haushalt nach dem Tod von Marie Keiser-Iten.

 

Bauernhof Lutischwand in Unterägeri. Hier wohnten meine Grosseltern Alfred und Heidi Iten-Schwager Mitte der 50er Jahre. Hier wurden traurige aber auch glückliche Stunden verbracht. Traurige weil der Sohn Jörg 1956 starb, glückliche weil die jüngste Tochter Silvia hier geboren wurde.

 

Quelle: Erzählungen meiner Mutter

Lutisbach Oberägeri
Lutisbach Oberägeri

Der Bauernhof Lutisbach in Oberägeri.

In diesem Haus wuchs Lina Meier auf,

die später Josef Anton Iten heiratete.

Dieser war ein Bruder meines

Urgrossvaters Franz Josef Iten.

Josef Anton Iten und Lina Meier

wanderten nach Amerika aus.


Mehr Informationen  zur Familie Meier ab dem

Hof Lutisbach habe ich hier zusammengestellt.