Die jüdische Familie Bachmann in Friesen bei Kronach

(später in Kronach, Amberg, München und der Schweiz)

Die jüdische Familie Strauss in Syracuse, München, Stuttgart

 

Herbert Bachmann

 

Herbert Bachmann wurde 1893 in Amberg/Oberpfalz geboren als Sohn von David Bachmann aus Kronach/Oberfranken und Rachel Strauss aus Syracuse/New York1. Herbert Bachmann studierte von 1912/13 bis 1918/19 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Staatswirtschaft (u.a. bei Ludwig Joseph Brentano)2. Während dieser Zeit wohnte er bei seinen Eltern in der Häberlstrasse 15/3, wie aus den Matrikeln der Universität hervorgeht2.

 

Herbert Bachmann war ab dem 01.12.1916 bis 18.11.1918 im Kriegsdienst. Zunächst diente er im 2. Ersatz-Bataillon des 4. Feldartillerie-Regiments, ab dem 27.04.1917 in der 6. Batterie des Reserve-Feldartillerie-Regiments Nr. 1. Bereits am 04.07.1917 wurde er in die 4. Kompanie des 3. Landsturm Infanterie Bataillons Augsburg versetzt. Schliesslich wird er am 08.07.1918 bei der Wirtschafts-Kompanie 33 erwähnt, ehe er am 18.11.1918 zur Zivilverwaltung 6 versetzt wurde3.

 

Im Oktober 1934 verlangte er vom Zentralnachweisamt für Kriegerverluste und Kriegergräber, Zweigstelle München, eine Militär-Dienstzeit-Bescheinigung. Diese besagt, dass er nur vom 27.04.-02.07.1917 an Gefechtshandlungen beteiligt war, nämlich an den Stellungskämpfen in Französisch Flandern. Wegen seines kurzen Fronteinsatzes erhielt er weder eine Beförderung noch einen Orden oder Ehrenzeichen. Zudem erging am 26.06.1917 eine Verfügung, dass er dauernd im Etappendienst zu verwenden sei (aus welchem Grund wird jedoch nicht erwähnt)3.

 

Dr. Herbert Bachmann war in der Zeit von 1921 bis 1936 Geschäftsführer von Wirtschaftsverbänden. 1936 soll er in die Schweiz emigriert sein, wo er bis 1946 wissenschaftlich arbeitete und 1945 in Bern das Buch „Wirtschafts-Wille und –Wert“ veröffentlichte. Ab 1946 war Dr. Bachmann Sekretär für Wirtschafts- und Sozialpolitik beim Landesbezirk Bayern des DGB4. Er soll auch Redakteur der Gewerkschafts-Zeitung gewesen sein. In den Münchner Adressbüchern von 1953, 1954, 1961 und 1966 wird er als Direktions-Sekretär bezeichnet und wohnte an der Prinz-Ludwig-Strasse 14/45.

 

Vom Stadtarchiv Zürich habe ich die Scans von drei Einwohnerkontrolle-Meldekarten erhalten. Daraus geht hervor, dass Herbert Bachmann zwischen 1936 und 1938 mehrmals zwischen Berlin und Zürich hin und her gependelt ist. In Zürich wohnte er an der Kasinostr. 12 und zuletzt an der Plattenstr. 78, die identisch ist mit dem Hottingerhof im Quartier Fluntern/Hottingen.6

 

1 Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945

http://www.muenchen.de/rathaus/gedenkbuch/gedenkbuch.html

 

2 Matrikeln der Ludwig-Maximilians-Universität München 1912-1919

http://genwiki.genealogy.net/Ludwig-Maximilians-Universität_München/Matrikel/Veröffentlichungen

 

3 Stammrolle der bayerischen Armee inkl. Militär-Dienstzeit-Bescheinigung bei ancestry.de

(Original im Bayerischen Kriegsarchiv des Bayerischen Hauptstaatsarchivs in München)

 

4 library.fes.de/gmh/main/pdf-files/gmh/1951/1951-11-Mitteilungen.pdf

 

Mehr Publikationen von Herbert Bachmann in der Schweiz findet man bei e-periodica.

https://www.e-periodica.ch/ (in deutscher und französischer Sprache)

 

5 http://genwiki.de/w/index.php?title=Kategorie:Adressbuch_in_der_DigiBib&from=M

 

6 Stadtarchiv Zürich https://www.stadt-zuerich.ch/prd/de/index/stadtarchiv.html

Einwohnerkontrolle-Meldekarten. (V.E.c.100. Einwohner- und Fremdenkontrolle. Meldekarten)

 

Mehr Informationen zum Hottingerhof an der Plattenstrasse 78 in Zürich-Fluntern

https://www.alt-zueri.ch/turicum/strassen/p/index.htm

http://www.flunternerzaehlt.ch/articledetail/200

 

 

Siegfried Bachmann

 

Siegfried Bachmann wurde am 28.04.1894 in Amberg/Oberpfalz geboren als Sohn von David Bachmann aus Kronach/Oberfranken und Rachel Strauss aus Syracuse/New York1. Siegfried Bachmann diente während des 1. Weltkrieges in einem hessischen Regiment und ist bereits Ende 1914 in Russland gefallen2. Die Regimentsgeschichte des 5. Grossherzoglich hessischen Infanterie Regiments Nr. 168 kann online nachgelesen werden3.

 

1 Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945

http://www.muenchen.de/rathaus/gedenkbuch/gedenkbuch.html

 

2 Preussische Verlustliste Nr. 134 vom 25. Januar 1915

http://des.genealogy.net/search/show/1330489

 

Haus der bayerischen Geschichte – Für das Vaterland starben auch jüdische Soldaten

http://www.hdbg.de/gedenktafeln/index_extern.shtml

 

Liste der im 1. Weltkrieg gefallenen Soldaten jüdischen Glaubens aus München

http://www.denkmalprojekt.org/verlustlisten/rjf_muenchen_wk1.htm

 

3 Adolf Soldan. Das 5. Grossherzoglich hessische Infanterie-Regiment Nr 168

http://genwiki.genealogy.net/IR_168

http://genwiki.genealogy.net/50._Reserve-Infanterie-Brigade

http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/qhg/id/1799

 

 

David Bachmann, Kaufmann

 

David Bachmann wurde am 13.11.1860 in Friesen bei Kronach geboren und ist am 21.02.1942 in München gestorben. Er war der Sohn von Hermann Bachmann, Kaufmann und Luise Bachmann, geborene Krauss. David Bachmann heiratete Rachel Strauss am 21.06.1892 in Regensburg. In den Jahren 1893 und 1894 wurden ihre Söhne Herbert und Siegfried in Amberg geboren. Am 24.10.1906 zog diese Familie Bachmann von Kronach nach München. Dort wohnten sie bis 1940 an der Häberlstrasse 15/3, wo der Vater David auch sein Handelsgeschäft betrieb. Ab dem 20.02.1940 wohnte das Ehepaar Bachmann in der Herzog-Heinrich-Strasse 8/2. Ab dem 15.10.1940 wohnte David Bachmann in der Leopoldstrasse 48/0 und ab dem 01.12.1941 in der Mathildenstrasse 8, wo sich ein Altenheim der IKG befand.

 

Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 und Adressbücher von München.

http://www.muenchen.de/rathaus/gedenkbuch/gedenkbuch.html

http://genwiki.de/w/index.php?title=Kategorie:Adressbuch_in_der_DigiBib&from=M

 

Verzeichnis der gewerbepolizeilich gemeldeten jüdischen Gewerbetreibenden in München (Stand vom 15. Februar 1938) http://www.rijo.homepage.t-online.de/pdf_2/DE_MU_JU_gewerbe.pdf

 

 

Rachel Bachmann, geborene Strauss

 

Rachel Strauss wurde am 23.07.1869 in Syracuse, New York, USA geboren und ist am 18.08.1940 in München gestorben. Sie war die Tochter von Jakob Strauss, Juwelier in Amerika, später Kaufmann in München, und Lina Weil. Rachel Strauss hatte zwei Brüder, Moritz Strauss, geboren am 04.05.1872 in Syracuse und Samuel Strauss, geboren am 02.06.1875 in Richfield Springs, gestorben am 22.06.1939 in Pullach. Rachel Strauss heiratete David Bachmann am 21.06.1892 in Regensburg. In den Jahren 1893 und 1894 wurden ihre Söhne Herbert und Siegfried in Amberg geboren. Am 24.10.1906 zog diese Familie Bachmann von Kronach nach München. Dort wohnten sie bis 1940 an der Häberlstrasse 15/3, wo ihr Mann David auch sein Handelsgeschäft betrieb. Ab dem 20.02.1940 wohnte das Ehepaar Bachmann in der Herzog-Heinrich-Strasse 8/2.

 

Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 und Adressbücher von München

http://www.muenchen.de/rathaus/gedenkbuch/gedenkbuch.html

http://genwiki.de/w/index.php?title=Kategorie:Adressbuch_in_der_DigiBib&from=M

 

Volkszählungen / Censuslisten von 1870 in Onondaga und 1875 in Richfield/Otsego bei familysearch

https://www.familysearch.org/ (man muss sich registrieren um die Original-Dokumente einzusehen)

 

 

Samuel Semi Strauss, Kaufmann

 

Samuel Strauss wurde am 02.06.1875 in Richfield Springs, USA geboren und ist am 22.06.1939 in Pullach gestorben. Er war der Sohn von Jakob Strauss, Juwelier in Amerika, später Kaufmann in München, und Lina Weil. Samuel Strauss hatte eine Schwester, Rachel Bachmann, geboren am 23.07.1869 in Syracuse/New York, gestorben am 18.08.1940 in München und einen Bruder, Moritz Strauss, geboren am 04.05.1872 in Syracuse/New York. Samuel Strauss heiratete am 10.04.1913 in Mannheim Klara Eigner, geboren am 10.03.1885 in Mannheim, gestorben am 04.05.1939 in München. 

 

Den Vermerk zur Heirat in Mannheim findet man nicht nur im Gedenkbuch der Münchner Juden, sondern auch in den jüdischen Standesbüchern im Hauptstaatsarchiv in Stuttgart. Auf dessen Website sind die Personenstandsregister der jüdischen Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern vom 18. bis 20. Jahrhundert online einsehbar, so auch jene von Mannheim. Leider kann man jedoch nur eine Art von Verzeichnis der Heiraten von Mannheim einsehen, nicht ausführliche Einträge mit Angaben zu den Eltern. Aus anderen Quellen in München geht hervor, dass ihre Eltern Max Eigner und Helena Wolf/Wolff hiessen und in Mannheim wohnten.

 

Bei findagrave findet man dazu folgenden Eintrag:

Max Eigner, *26.07.1848 in Berkenhausen / Rockenhausen, +08.06.1918 in Mannheim

Helena (Lenchen) Wolff, *15.09.1848 in Altdorf, +14.03.1904 Mannheim

Beide ruhen auf dem Hauptfriedhof in Mannheim, Baden-Württemberg.

Kinder dieses Paares: Emil (*1877), Rosa (*1879) und Clara (*1885)

 

Samuel Strauss taucht in den Münchner Adressbüchern 1916-1938 wie folgt auf:

1916-1922: Strauss Samuel, Haarschmuck-Grossgewerbe, Herzog Wilhelm Strasse 21/0, Wohnung Hans-Sachs-Str. 12/3

1923-1926: Strauss Samuel jun., Herzog Wilhelm Strasse 21/0, Wohnung Hans-Sachs-Str. 12/3

1927-1934: Strauss Samuel jun., IR Parfümwaren-Grosshandlung, Häberlstrasse 12/1, Wohnung Hans-Sachs-Strasse 12/3

1935-1938  Strauss Samuel jun., IR Parfümwaren-Grosshandlung, Müllerstrasse 39/1, Wohnung Hans-Sachs-Strasse 12/3

 

Sie hatten einen Sohn namens Ludwig Jakob Strauss, geboren am 27.02.1917 in Mannheim. Dieser emigrierte im März 1933 nach Frankreich und setzte sein Studium dort fort. Er wurde im Camp Tombebouc und im Camp de Savaud in Casseneuil (beide im Département Lot-et-Garonne) interniert und am 09.09.1942 mit dem 20. Konvoi von Drancy nach Auschwitz deportiert.

 

Moritz Strauss (nicht der Bruder) taucht in den Münchner Adressbüchern 1922-1938 wie folgt auf:

1922-1923 Strauss Moritz, Bankbeamter, Kobellstrasse 1/2

1924-1926 ist er nicht aufgeführt, 1926 Einträge Strauss nicht gefunden

1927          Strauss Moritz, Bankbeamter, Ainmillerstrasse 37/0

1928-1929 Strauss Moritz, Bankbeamter, Finkenstrasse 3/4

1930-1931 Strauss Moritz, Bankbeamter, Andréestrasse 6/2

1932          Strauss Moritz, Bankbeamter, Liebherrstrasse 31

1933-1938 Strauss Moritz, Hotel- und Kücheneinrichtungen, Liebherrstrasse 31

 

Dieser Moritz Strauss war verheiratet mit Hedwig Burghardt. Die beiden hatten mind. eine Tochter Ruth Nora, die am 08.01.1928 in München geboren wurde. Alle drei Personen reisten am 24.03.1939 von Southampton nach New York, wo sie am 30.03.1939 ankamen. Auf der Passagierliste werden zwei Brüder erwähnt: F. Strauss an der Ventlostrasse in Düsseldorf und N. Strauss an der Ocean Avenue in Brooklyn, New York. Morris und Hady Strauss wohnten 1940 im Oakwood Garden Apartment House in Brooklyn, New York. Ruth Nora Strauss starb am 26.06.2004 im Nursing Home am Cedar Village Drive in Mason, Warren County, Ohio. Sie wurde auf dem New Hope Cemetery in Covedale, Hamilton, Ohio bestattet.

 

Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945 und Adressbücher München

http://www.muenchen.de/rathaus/gedenkbuch/gedenkbuch.html

http://genwiki.de/w/index.php?title=Kategorie:Adressbuch_in_der_DigiBib&from=M

 

Verzeichnis der gewerbepolizeilich gemeldeten jüdischen Gewerbetreibenden in München (Stand    vom 15. Februar 1938) http://www.rijo.homepage.t-online.de/pdf_2/DE_MU_JU_gewerbe.pdf

 

Personenstandsregister der jüdischen Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=5632

 

Arrestation dans le département du Lot-et-Garonne en 1939-1945 (Louis Strauss)

http://www.ajpn.org/arrestationdep-47.html

 

Bayerische Israelitische Gemeindezeitung vom 15.03.1928 (Ruth Nora Strauss)

http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2727853

 

Passagierliste von Southampton nach New York 1939 bei familysearch.org

Volkszählung (Censusliste) von Brooklyn, New York 1940 bei familysearch.org

Ohio Death Index 1908-1932, 1938-1944, 1958-2007 bei familysearch.org

 

 

Moritz Strauss und Familie Mayer in Bad Cannstatt

 

Moritz Strauss, geboren am 04. Mai 1872 in Syracuse, New York, als Sohn von Jacob und Maslina Strauss, wohnte am 17.05.1939 an der Wiesbadener Strasse 26 in Stuttgart-Bad Cannstatt. Am 19. Nov. 1906 heiratete er Clara Mayer, geboren am 24. Okt. 1883 in Cannstatt als Tochter von Ferdinand und Sannchen Mayer. Moritz und Clara Strauss hatten zwei Töchter: Martha, geb. am 13. Sept. 1907 in München und Meta, geb. am 21. April 1909 in Cannstatt.

 

Ferdinand Mayer, geboren am 24. Juli 1856 in Heidelberg-Rohrbach, und seine Ehefrau Sannchen, geboren am 25. April 1859 in Hockenheim, Mannheim, wohnten am 6. Mai 1936 an der Kirchstrasse 16 in Stuttgart-Bad Cannstatt und  am 17. Mai 1939 an der Emser Strasse 16 in Stuttgart-Bad Cannstatt. Die beiden heirateten am 15. Juni 1883 in Hockenheim, Ferdinands Eltern: Löb Mayer und Carolina Löwenthal, Sannchens Eltern: Samuel Lussheimer und Meta Wirzweiler. Ferdinand und Sannchen hatten drei Kinder: Die bereits erwähnte Clara oo Strauss, Ludwig, geboren am 16. April 1885, oo mit Lucie geb. Strauss, Cannstatt und Meta, geboren am 9. Dez. 1886.

 

Ludwig Mayer heiratete am 12. bzw. 18. Nov. 1919 Lucie Strauss, geb. am 2. Sept. 1893 in Cannstatt, , als Tochter von Salomon Strauss und Frida geb. Neter aus Gernsbach. Ludwig und Lucie Mayer hatten zwei Töchter: Sara/Lara/Lore/Laura, geboren am 20. Mai 1921 und Gertrud, geboren am 30. Mai 1923. Die ganze Familie wanderte am 6. Mai 1936 auf dem Schiff S.S. Manhattan von Hamburg nach New York aus. Diese Familie taucht in der Volkszählung von 1940 in Queens, New York auf. 1942 wohnten sie an der 122 Street, Ozone Park, Queens, New York und Ludwig arbeitete bei der Firma Kops Brothers Inc. am Rockaway Boulevard, Ozone Park, Queens, New York.

 

Salomon Strauss, geboren am 17. Sept. 1863 in Stammheim, Amts Mosbach heiratete am 21. Okt. 1892 in Heilbronn Frida Neter, geboren am 13. Juni 1871 in Gernsbach, Baden. Salomons Eltern: Karl Strauss und Karolina Falk, Fridas Eltern: Eli Neter und Augusta Sinnauer. Salomon und Frida hatten zwei Kinder: die bereits erwähnte Lucie und Julius, geb. am 21. Juli 1899 in Cannstatt und verheiratet mit Eva Kops, die im April 1936 ebenfalls in die USA auswanderten.

 

Auf dem Schiff S.S. Manhattan reiste am 6. Mai 1936 auch Ludwig Strauss aus Cannstatt mit seiner Frau und zwei Söhnen aus. In der Volkszählung von 1940 taucht zudem noch ein Neffe namens Herschman im selben Haushalt auf. Sie wohnten damals in Hartford, Hartford County, Connecticut und Ludwig arbeitete als Foreman (Vorarbeiter) in einem Tobacco Warehouse. 1942 wohnten sie an der Adams Street 52 in Hartford, Hartford County, Connecticut und Ludwig arbeitete in der General Cigar Company an der Oakwood Avenue und Tolles Street West in Hartford, Hartford County, Connecticut. Ludwig (18.11.1892-01.08.1967) und Anna Strauss (13.06.1893-08.03.1985) ruhen auf dem Tikvoh Chodoshoh Cemetery in Hartford, Hartford County, Connecticut.

 

Quellen zu diesem Bericht

 

1939 wurden alle jüdischen Personen registriert, die im Deutschen Reich lebten.

(Suchkriterien: Vorname, Nachname, Mädchenname, Adresse, Wohnort, Geburtsort und -datum)

https://www.mappingthelives.org/

 

Personenstandsregister jüdischer Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern

Geburts-, Heirats-, Sterbeeinträge bis 1870/1875, Familienbücher, Friedhofseinträge bis 1939

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=5632

 

Landesdenkmalamt Baden-Württemberg: Dokumentation der jüdischen Grabsteine in Baden-Württemberg, Fotografien

https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=24368

 

Passagierlisten von 1936, Volkszählungen USA 1940 und World War II Registration Card bei

https://www.familysearch.org/

 

Friedhofseinträge Tikvoh Chodoshoh Cemetery in Hartford, Hartford County, Connecticut bei

https://www.findagrave.com/

 

 

Familien Loeb Mayer und deren Vorfahren in Rohrbach / Heidelberg

 

In diesem Kapitel widmen wir uns den Vorfahren von oben erwähntem Ferdinand Mayer. Sein Vater

 

Loeb Mayer wurde am 17.08.1814 in Rohrbach/Heidelberg geboren. Er ist am 04.09.1868 ebenfalls in Rohrbach/Heidelberg gestorben und wurde auf dem jüdischen Friedhof Wiesloch bestattet. Er war der Sohn von Anschel/Anselm Mayer und Edel Simon und war verheiratet mit Karoline Loewenthal.

 

Karoline Loewenthal wurde am 15.11.1823 in Aldingen geboren. Sie ist am 18.09.1876 ebenfalls in Rohrbach/Heidelberg gestorben und wurde auf dem jüdischen Friedhof Wiesloch bestattet. Sie war die Tochter von Veit Loewenthal und Roesle, Tochter von Moses Loeb von Walldorf.

 

Loeb Mayer und Karoline Loewenthal hatten acht Kinder: Elise (*1848), Dina (*1849), Julie (1852-1927), Anselm Isaak (Jakob) (*1854), später in Cannstatt, Ferdinand (*1856), später in Cannstatt,    Max (1858-1898), Rebecka (Ricka) (*1860) und Adolf (Wolf) (1862-1925).

 

Anschel Moses (Anselm) Mayer wurde am 01.10.1779 in Rohrbach/Heidelberg geboren. Er ist am 13.06.1854 in Rohrbach/Heidelberg gestorben und wurde auf dem jüdischen Friedhof Wiesloch bestattet. Er war der Sohn von Moses Maier/Mayer und Jendle (Jette) Traumann.

 

Ehefrau Edel Simon wurde ebenfalls 1779 geboren, jedoch in Walldorf. Sie ist am 08.05.1834 in Rohrbach/Heidelberg gestorben und wurde auf dem jüdischen Friedhof Wiesloch bestattet. Sie war die Tochter von Loeb Simon und ihre Mutter hiess Rebecka.

 

Anschel/Anselm Mayer und Edel Simon hatten 12 Kinder: David (*1800), Bessle (1802-1861), Bala (*1803), Simon (1805-1893), Blum (Babette) (1806-1862), Tolz (Therese) (1808-1870), Zordal (1810-1893), Jonas (*1811), Loew (1814-1868), Mayer (1816-1816), Rebecka (1818-1889), Hanna (*1822).

 

Moses Mosche Mayer wurde am 20.10.1752 in Rohrbach/Heidelberg geboren. Er ist am 20.04.1824 in Rohrbach/Heidelberg gestorben und wurde auf dem jüdischen Friedhof Wiesloch bestattet. Er war der Sohn von Mayer Moses und verheiratet mit Jendle (Jette) Traumann.

 

Moses Mosche Mayer und Jendle (Jette) Traumann hatten sechs Kinder: Anschel (Anselm) Moses (1779-1854), Raphael Moses (1781-1868), Wolf Moses (1783-1861), Isaak (1786-1871), Therese (Dolz) (1790-1858) und Rosina (Roeschen) (1793-1866).

 

 

Weiterführende Informationen

 

Cannstatter Stolperstein Initiative - Ferdinand und Susanne Mayer

https://www.stolpersteine-cannstatt.de/biografien/ferdinand-und-susanne-mayer-durch-arisierung-aus-dem-haus-gedraengt

 

Berichte zu einzelnen Personen der jüdischen Gemeinde Bad Cannstatt

(75. Geburtstag von Ferdinand Mayer, Goldene Hochzeit von Ferdinand und Sannchen Mayer)

http://www.alemannia-judaica.de/cannstatt_personen.htm

 

Biografie Nelly Oettinger - eine Tochter von Anselm Mayer und Fanny Adler

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20185/RiedlingenNellyOettinger1.pdf

 

Jüdisches Leben in Gernsbach - Eine Spurensuche von Irene Schneid-Horn

Kapitel 4: Familie Neter war Gernsbach sehr verbunden (Eli Neter und Auguste Sinauer)

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20327/Gernsbach%20Spurensuche.pdf

 

Neter Eugen Isaak - Kinderarzt und Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Mannheim (Fridas Bruder)

https://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/117550582/Neter+Eugen+Isaak

 

Bei DigiBaeck (Leo Baeck Institute, New York und Berlin) gibt es einiges zu dieser Familie Neter:

Emil Neter Collection 1888-1961

Eugen Neter Collection 1880-1975, Bulk Dates 1939-1974

Eugen Neter, Der jüdische Frontsoldat, Erinnerungen an den 1. Weltkrieg

Eugen Neter, Bericht über Juden aus Baden im Camp de Gurs (2. Weltkrieg)

https://www.lbi.org/digibaeck/

 

Emil Neter und Ehefrau Hedwig Karoline Reis (Eltern Ludwig Reis und Rosa Seligmann)

(Geburtseintrag von Hedwig Karoline Reis, Meldekarte von Mannheim zur Familie Reis,

Foto Familiengrab Reis, Hauptfriedhof Mannheim (inkl. Emil und Hedwig Neter, geb. Reis)

https://brotmanblog.com/2015/04/29/too-many-missing-pieces-part-ii/

 

1939 wurden alle jüdischen Personen registriert, die im Deutschen Reich lebten.

(Darunter auch: Mathilde Neter oo Schlossberger, Clara Haymann oo Oppenheimer, 

Amalie Neter oo Behr, Eugen Neter oo Janson, Walter Neter oo Daffing, Emil Neter oo Reis)

https://www.mappingthelives.org/

 

Passagierlisten von diversen Häfen nach New York 1934-1940 bei familysearch

(Julius Neter, Sohn Erwin Neter (2x), Sohn Robert Neter (2x), Bruder Emil Neter oo Reis)

 

Vorfahren und Nachkommen von Eli Neter und Auguste Sinauer in Gernsbach, Baden

https://www.geni.com/people/Eli-Neter/6000000002955206186

 

Meldekarten von Mannheim bei familysearch (Familie Reis)

Zeitungsartikel zu Erwin und John Neter bei Fulton History

 

 

Jacob Straus, Juwelier in Syracuse, New York

 

Wo Jacob Straus geboren wurde und wann er nach Amerika kam entzieht sich meiner Kenntnis. Aus den Volkszählungen geht hervor, dass er in Württemberg geboren wurde und seine Frau in Baden. 1860 wohnte ein Jacob Strous im Haushalt von Abraham Stern (ebenfalls aus Württemberg), der in Syracuse, Onondaga, New York wohnte und arbeitete. Abraham Stern war verheiratet mit Ricka (ebenfalls aus Württemberg) und sie hatten die Kinder Bella, Rachael und Samuel Stern.1

 

In den Zeitungen von Syracuse im Staat New York taucht er ab 1866 bis mindestens 1873 auf. Im Januar 1866 ging er eine Geschäfts-Partnerschaft mit Abraham Stern ein zur Firma Abraham Stern & Co.2 1868 befanden sich deren Geschäfts-Lokalitäten an der East Genesee Street 31 laut Business-Directory des Onondaga County, zu dem Syracuse gehört. Sie betätigten sich als Importeure und Händler von Uhren, Schmuck und Silberwaren.3

 

Ebenfalls 1868 reiste Jacob Straus für einige Monate nach Europa, wo er den Reizen einer schönen Frau verfiel, die er im Oktober als Braut oder Frau mit nach Syracuse brachte. Leider wird in den beiden Zeitungsartikeln weder der Name dieser Frau erwähnt, noch der Ort aus dem sie stammte oder wo sie geheiratet haben.4 1869 bezog die Firma Abraham Stern & Co. neue Geschäfts-Lokalitäten. Leider fehlt jedoch der erste Teil dieses Zeitungsartikels, der wohl die Adresse enthalten würde.5

 

Bei der Volkszählung von 1870 wohnte Jakob Straus mit Ehefrau Maslina und der Tochter Reginal (Rachel) in Syracuse, Onondaga, New York.6 Im Februar 1873 wurde in mehreren Zeitungs-Ausgaben die Auflösung der Geschäfts-Partnerschaft zwischen Abraham Stern und Jacob Straus bekannt gegeben. Abraham Stern betrieb das Geschäft alleine weiter in den bestehenden Geschäfts-Lokalitäten an der South Salina Street im Globe Building in Syracuse.7

 

Jacob Straus hingegen eröffnete ein eigenes Geschäft in der Church Street in Richfield Springs. In einem Inserat im Richfield Springs Mercury machte er Werbung für Gold- und Silberuhren aus dem Ausland (eigener Import) sowie amerikanische Uhren direkt von den Herstellern. Zudem bot er Silberwaren und erstklassigen Schmuck zu reduzierten Preisen an.8

 

Bei der Volkszählung von 1875 wohnte Jakob Straus mit seiner Familie immer noch in Richfield Springs, Otsego County, New York. Inzwischen waren noch die Söhne Moris, geboren 1872 in Syracuse, Onondaga und Samie, geboren 1875 in Richfield Springs, Otsego County, dazugekommen.9

 

Im November 1876 beantragte Jacob Straus aus dem County of Onondaga im Staat New York einen neuen Reisepass. Er wies sich dabei mit einem Reisepass aus, der am 06.03.1868 ausgestellt worden war (diesen Passantrag konnte ich jedoch nicht finden. Laut dem Passantrag vom November 1876 plante er mit seiner Frau und den drei minderjährigen Kinder auszureisen. Tochter Rachel war 7 Jahre alt, Sohn Moriss war 4 Jahre alt und Sohn Samuel zählte ein Jahr und 4 Monate.10

 

1 Volkszählung /Censusliste 1860, 1865, 1870 bei www.familysearch.org

2 The Syracuse Daily Journal, Syracuse, New York, Monday Morning, January 15, 1866

3 Gazetteer and business directory of Onondaga County, New York for 1868

4 The Syracuse Daily Journal, Syracuse, New York, Tuesday, October 20, 1868

4 Official Paper of the City and County, Syracuse, Tuesday, October 20, 1868

5 Syracuse Daily Standard, Syracuse, New York, 1869

6 Volkszählung / Censusliste 1870 von Syracuse, Onondaga, New York

6 Das Original ist online einsehbar bei www.familysearch.org

7 Syracuse Daily Standard, Syracuse, New York, Wednesday, February 5, 1873

8 Richfield Springs Mercury, Richfield Springs, New York, 1867-1884

9 Volkszählung / Censusliste 1875 von Richfield Springs, Otsego, New York

9 Das Original ist online einsehbar bei www.familysearch.org

10 Die Passport Application ist online einsehbar bei www.familysearch.org

Alle Zeitungsartikel und Werbeinserate sind im Original einsehbar bei http://fultonhistory.com/

 

 

Weitere Vorfahren von David Bachmann in Friesen bei Kronach

 

Hermann Bachmann, geboren am 24. oder 28.07.1828 in Friesen bei Kronach. Er war verheiratet mit Louise Kraus, geboren in Burgkunstadt. Hermann starb am 08.04.1897 in Kronach und wurde auf dem jüdischen Friedhof in Burgkunstadt bestattet (siehe JewishGen Burial Registry Database).

 

Louise / Liah Bachmann, geb. Kraus, wurde am 15. April 1835 in Burgkunstadt geboren, als Tochter von Salomon und Sara Kraus. Louise Kraus ist am 2. Mai 1924 in Rastatt gestorben und wurde dort  am 4. Mai 1924 bestattet.

 

Salomon Bachmann, geboren am 11.09.1859 in Friesen / Kronach, war vermutlich ein Sohn von Hermann Bachmann und Louise Kraus. Salomon wohnte am 17. Mai 1939 an der Strasse der SA 22a (heute Leopoldring) in Rastatt, Baden.

 

Bekanntmachung: Der Kaufmann Joseph Kraus und Heinrich Kraus, beide in Burgkunstadt, betreiben seit 7. August 1852 in offener Gesellschaft unter der  Firma "Salomon Kraus" ein Handelsgeschäft mit dem Sitze in Burgkunstadt. (Bamberger Zeitung, Sonntag 21. September 1862)

 

Ihrem ewig unvergessenen Vater Salomon Kraus in Dankbarkeit seine hinterbliebenen 5 Kinder. Nach einem äusserst tätigen und redlichen Leben geachtet von Allen die ihn kannten ging er in ein besseres Leben ein am 16.06.1847 im Alter von 56 Jahren. Inschrift auf dem Grabstein, Friedhof Burgkunstadt.

 

Hermanns Bruder Simon Bachmann, geboren am 29.10.1836 in Kronach und gestorben am 25.12.1897 in Bamberg. Er war verheiratet mit Hedwig Reitzenberger, geboren am 28.01.1843 in Burgkunstadt und gestorben am 03.04.1920 in Bamberg.

 

Der Kaufmann Herrmann Bachmann in Kronach ist Inhaber der Firma „Herrmann Bachmann“ mit der Hauptniederlassung zu Kronach. Dessen Bruder Simon Bachmann ist als Prokurist aufgestellt.

Bamberg, den 3. Juli 1863. Königl. Handelsgericht. Der k. Vorstand: Rummel.

 

Bamberger Zeitung, Ausgabe Nr. 187, Donnerstag 9. Juli 1863

Beilage zum Allgemeinen Anzeiger der Bayerischen Zeitung, Nr. 185 Mittwoch 8. Juli 1863

 

In der Nacht vom 8. auf den 9. Januar 1868 ist im Hause Nr. 92 der Gebrüder Hermann und Simon Bachmann in der oberen Stadt Feuer ausgebrochen, wie man in der Fortgesetzten Chronik der Stadt Cronach von Carl Mertel (Magistratsrat und Bürgermeister) nachlesen kann.

 

Bekanntmachung – Handelsregister-Einträge

 

1.      Der Kaufmann Simon Bachmann von Kronach, nun in Bamberg wohnend, ist Inhaber   der Firma „Simon Bachmann“ mit der Alleinniederlassung zu Bamberg.

2.      Der Kaufmann Herrmann Bachmann in Kronach ist Inhaber der Firma „Herrmann Bachmann“ mit der Alleinniederlassung zu Kronach.

 

Bamberg den 27. Dezember 1871. Königliches Handelsgericht. Der k. Vorstand: Böhe.

 

Bayerische Handelszeitung – Organ für die Interessen des Handels, des Verkehrs und der Industrie, herausgegeben von der Handels- und Gewerbe-Kammer für Oberbayern. Samstag den 13. Januar 1872

 

Deren Eltern: David Bachmann, geboren 1792 in Friesen bei Kronach, gestorben am 31.12.1859 in Burgkunstadt und Mathilde Magdalene Bamberger, geboren 1799 in Burgkunstadt, gestorben am 04.06.1878. Diese hatte eine Schwester Behle Bamberger geboren 1792 in Burgkunstadt, die mit einem Abraham Hirsch Bachmann, geboren 1788 in Friesen bei Kronach, verheiratet war.

 

 

Weitere Informationen zu den Familien Bamberger und Bachmann

 

Weitere Informationen über die Geschwister von Hermann und Simon Bachmann sowie Geschwister von Mathilde Magdalene Bamberger, deren Ehepartner und Nachkommen können Sie den folgenden Links entnehmen:

http://www.lorlebergplatz.de/juden_in_erlangen_II.pdf (Bamberger)

http://sternmail.co.uk/sld/descend.php?personID=I11009&tree=SLtree

 

Wenn man beim Leo Baeck Institute https://www.lbi.org/

nach Burgkunstadt sucht, findet man die folgenden Berichte:

 

- The Descendants of Salomon Bamberger and Esther Kann, darin zitiert:

History of the Bamberger Families of Burgkunstadt and Mitwitz (H. Loebl)

- Der jüdische Friedhof von Burgkunstadt / Dr. med. Siegfried Rudolph

- The Jewish cemetery at Burgkunstadt, Upper Franconia, Germany

Surveyed, photographed and recorded by Dr. Siegfried Mitwitz

- Street scenes, synagogues and cemeteries in Altenkunstadt,

Burgkunstadt and Württemberg, Germany

 

Informationen zu Simon Bachmanns Tochter Rosa Rosenblatt findet man auf Seite 470 im Biographischen Handbuch der Würzburger Juden 1900-1945 von Reiner Strätz.

http://www.historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de/juf/Datenbank/detailsinclude.php?global=;search;33661

 

Informationen zu Simon Bachmanns Tochter Betty Fried oo Wilhelm Fried in Bamberg findet man im Gedenkbuch der jüdischen Bürger Bambergs, Opfer des nationalsozialistischen Terrors der Autoren Antje Yael Deusel und Ortwin Beisbart sowie in der Datenbank des KZ Theresienstadt.

https://www.holocaust.cz/en/database-of-victims/victim/11042-betty-fried/

 

Martha Zimmer, geb. Bachmann, *07.12.1870 Kronach, Oberfranken, Bayern

Aufenthalt am 17.05.1939: Gabelsbergerstr. 5, Fürth, Mittelfranken, Bayern

Todesdatum (Suizid): 31.08.1942 / Tochter von Simon und Hedwig Bachmann

Ehefrau von David Zimmer (16.02.1857-29.10.1930), Sohn von Abraham und Leah Lotte Zimmer

 

Kinder: Albert Zimmer (01.02.1894-1942 Izbica) und Dr. Siegfried Zimmer (21.08.1899-1992 USA)

 

 

Die Wechselmatrikel des königlich bayerischen Wechselgerichtes Bamberg

Mit dem Verzeichnis sämtlicher Kauf- und Handelsleute und Rangschiffer der Stadt Bamberg

und aller Wechselgerichte des Königreichs Bayern. Nach amtlichen Quellen zusammengestellt.

 

8. März 1826: Samuel Joseph Kraus, zu Altenkunstadt. Firma: Samuel Joseph Kraus.

Procura: an seine Ehefrau Lea Kraus.

17. März 1826: Salomon Kraus, zu Burgkunstadt. Firma: Salomon Kraus, ohne Procura.

26. Okt. 1826: Daniel Bachmann zu Küps. Firma: Daniel Bachmann, ohne Procura.

26. Okt. 1826: Abraham Bachmann zu Friesen. Firma: Abraham Bachmann, ohne Procura

26. Okt. 1826: David Bachmann zu Friesen. Firma: David Bachmann, ohne Procura.

 

 

„Kataster über israelitische Glaubensgenossen“ aus dem Jahr 1823 in Friesen

Haus Nr. 49 Abraham Bachmann und seine Ehefrau Babette

Haus Nr. 61 Abraham Bachmann und seine Ehefrau Rosetha, Söhne Abraham, David, Daniel

Haus Nr. 61 David Bachmann, Ehefrau nicht erwähnt, Kinder Abraham und Fanny

Haus Nr. 72 Bis 1820 Manasses Strauss, ab 1823 David Bachmann

 

1856 waren 20 Häuser des Dorfes Friesen im Besitz der Juden, darunter:

Haus Nr. 49 Salomon Rossmann, Isaak Rauh und David Bachmann

Haus Nr. 52 Hermann Bachmann, lediger Handelsmann, später Salomon Strauss

Haus Nr. 61 David Bachmann und seine Ehefrau Magdalena, geborene Bamberger

 

Abhandlung über die Juden in Friesen bei Kronach im 18. und 19. Jahrhundert mit Auszug aus dem „Kataster über israelitische Glaubensgenossen“ aus dem Jahr 1823 sowie Häuserliste von 1856.

http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20408/Friesen%20Lit%20201.pdf